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Neuerungen bei der Quellensteuer ab 1. Januar 2021 und Quellensteuertarife 2021

Ab dem 1. Januar 2021 wird in der Schweiz das neue Steuerkonstrukt, die sog. Quasi-Ansässigkeit, eingeführt. Die eidgenössische Steuerverwaltung hat heute die «Quellensteuertarife 2021» publiziert. 

 

Antrag auf Besteuerung in der Schweiz

Die quellensteuerpflichtigen Personen, die im Ausland steuerlich ansässig sind und die Voraussetzungen an die Quasi-Ansässigkeit erfüllen, können ab dem 01.01.2021 für jedes Jahr bis am 31. März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Steuerjahres einen Antrag auf nachträgliche ordentliche Veranlagung bei der Schweizer Steuerverwaltung einreichen. 

 

Voraussetzungen für die in der Schweiz ansässigen Personen mit einer Quellensteuerpflicht gibt es keine. Alle diese Personen mit einer Quellensteuerpflicht haben die Option, eine ordentliche Schweizer Steuererklärung im Antragsverfahren einzureichen.

 

Die Voraussetzungen für die Quasi-Ansässigen liegen vor, sofern im jeweiligen Veranlagungsjahr mindestens 90% der weltweiten Bruttoeinkünfte (incl. die des Ehegatten) in der Schweiz nach den schweizerischen Steuervorschriften steuerpflichtig sind. 

 

Folgendes Beispiel kann die Beratung, die empfohlen wird, nicht ersetzten:

Frau A wohnt in Konstanz. Sie ist verheiratet, hat drei schulpflichtige Kinder. Sie hat eine Stelle in Bern. Sie bezieht einen Bruttojahreslohn i. H. v. CHF 100.000. Sie arbeitet von Montag bis Freitag in der Schweiz und kommt an den Wochenenden nach Konstanz. Ihr Ehemann ist zuhause und betreut die Kinder. Sie wohnen in der eigenen Wohnung (Schweizer Eigenmietwert beträgt CHF 25.000; in Deutschland wird der Eigenmietwert nicht besteuert). Somit beträgt weltweites Bruttoeinkommen des Ehepaars: CHF 125.000. In der Schweiz wären davon CHF 100.000, was 80 % des Welteinkommens betrifft, zu versteuern. Der Antrag auf die ordentliche Veranlagung in der Schweiz  wird abgelehnt, da die 90 % Grenze unterschritten ist. Da die Besteuerung des Eigenmietwerts demnächst auch in der Schweiz entfällt, dürfte der Anspruch auf die ordentliche Veranlagung in der Schweiz zu einem späteren Zeitpunkt bestehen.

 

Verlierer der neuen Besteuerung 

Die bisherige Regelung einer Tarifkorrektur der doppelten Wohnkosten, Reisekosten etc. entfällt ab VZ 2021. Viele Wochenaufenthalter, die nicht genau rechnen, werden Verlierer der neuen Besteuerung sein.

 

Die Beratung ist insbesondere für die Grenzgänger, bei denen die Nichtrückkehr aufgrund der Arbeitsausübung aufgrund der folgenden Regelung vorliegt, zu empfehlen: 

Eine Nichtrückkehr aufgrund der Arbeitsausübung liegt dann vor, wenn die Rückkehr an den Wohnsitz aus den beruflichen Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Bei Benutzung eines Kraftfahrzeugs ist eine Rückkehr der unselbstständig erwerbstätigen Person nach Arbeitsende an ihren Wohnsitz insbesondere nicht zumutbar, wenn die kürzeste Strassenentfernung für die einfache Wegstrecke über 100 Kilometer beträgt. Bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist eine Rückkehr nach Arbeitsende an den Wohnsitz insbesondere nicht zumutbar, wenn die schnellste Verbindung zu den allgemein üblichen Pendelzeiten für die einfache Wegstrecke länger als 1,5 Stunden beträgt.

 

Von einem Nichtrückkehrtag ist bei der vorliegenden Unzumutbarkeit der Rückkehr nur auszugehen, wenn die unselbstständig erwerbstätige Person glaubhaft macht, dass sie tatsächlich nicht an ihren Wohnsitz zurückgekehrt ist. 

Was ist zu tun? Welche Fristen vor allem in der Schweiz sind zu beachten, sofern Ihr Schweizer Arbeitgeber zu viel Steuern einbehalten hat? Möchten Sie mehr darüber und über die Dienstleistungen der Kanzlei A-S-C-L Leistner und Partner, Steuerberater und Treuhänder erfahren? Rufen Sie uns unter + 41 (0) 71 508 20 99 an.

 

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