Grenzgänger

Grenzgänger  · 14.05.2021
Eine aktualisierte Konsultationsvereinbarung zwischen der der Schweiz und Deutschland wurde am 27.4.2021 veröffentlicht. Diese betrifft die Besteuerungsrechte der Entlöhnung und die Unterstützungsleistungen im öffentlichen Dienst während der Pandemie. Einvernehmlich wurde beschlossen, dass ein Beschäftigter, der aufgrund der Covid-Maßnahmen an seinem Wohnsitz im Ansässigkeitsstaat die Tätigkeit ausübt, für den Arbeitgeber i. d. R. keine Betriebsstätte begründet.
Grenzgänger  · 03.05.2021
Schweizer Steuern auf eine Altersrente aus einer Schweizer öffentlich-rechtlichen Pensionskasse sind in Deutschland nicht zu 100 % anrechenbar, entschied das Finanzgericht Baden-Württemberg. Eine Anrechnung dieser in Höhe von 4,5 % auf die Einkommensteuer in Deutschland auf 4,5 % des Ertragsanteils der überobligatorischen Altersrente begrenzt.

Grenzgänger  · 09.04.2021
Der Prozess in Deutschland: Das deutsche Finanzamt bestritt die Schweizer Besteuerung der Einnahmen des deutschen Klägers aus seiner nichtselbständigen Beschäftigung bei einer Schweizer AG. Er sei mit „Kollektivunterschrift zu zweien“ ohne Funktion im Schweizer Handelsregister eingetragen. Der Kläger argumentierte, er kehrte an mehr als 60 Arbeitstagen nicht nach Deutschland zurück. Somit sei er kein Grenzgänger gem. Art. 15a DBA-De-Schweiz.
Grenzgänger  · 11.11.2020
Die hier wiedergegebenen Regeln sind zwingender Natur, Arbeitgeber und -nehmer haben grundsätzlich keine Gestaltungsfreiheit. Deswegen und aufgrund der Verzugszinsen ist es empfehlenswert, dass derartige Sachverhalte geklärt werden.

Grenzgänger  · 06.11.2020
Zieht ein in Deutschland ansässiger Gesellschafter-Geschäftsführer einer Schweizer Kapitalgesellschaft in die Schweiz um, sind die Wertzuwächse aus seiner Beteiligung nicht bereits bei seinem Wegzug der deutschen Einkommensteuer zu unterwerfen (FG Baden-Württemberg, Gerichtsbescheid v. 31.8.2020 - 2 K 835/19). Der EuGH stellte im Vorfeld die Unvereinbarkeit der sofortigen Wegzugsbesteuerung bei einem Wegzug aus Deutschland in die Schweiz fest (EuGH, Urteil v. 26.2.2019 - C-581/17 „Wächtler“).
Grenzgänger  · 25.08.2020
Vermietet ein Arbeitnehmer seine Wohnräume als Arbeitsräume an seinen Arbeitgeber für dessen Unternehmen, kann er grundsätzlich die ihm für Renovierungsaufwendungen in Rechnung gestellte deutsche Umsatzsteuer als Vorsteuer steuermindernd zurückfordern. (BFH Urteil vom 07.05.2020 - V R 1/18)

Grenzgänger  · 02.06.2020
Einst waren Grenzgänger Personen, die höchstens 20 Kilometer von der Grenze entfernt wohnten und täglich zu ihrem Wohnort zurückkehrten. Heute fällt steuerlich jede Person, die folgende Merkmale aufweist unter diesem Begriff: (i) regelmässige unselbstständige Erwerbstätigkeit, (ii) Wohnsitz im grenznahen Raum, (iii) tägliche Arbeit im anderen Staat und (iv) Rückkehr an den Wohnsitz nach Arbeitsende. Erachtet Ihr diese neue Möglichkeit der Besteuerung in der Schweiz als gut?
Grenzgänger  · 03.12.2019
Dass eine Person ohne Funktionsbezeichnung im Handelsregister eingetragen sei, stehe seiner Einbeziehung in den leitenden Personenkreis »leitender Angestellter« nicht entgegen, entschied das deutsche Finanzgericht. Dies genüge den Anforderungen von Konsultationsvereinbarungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Az. I R 60/17).

Grenzgänger  · 29.03.2019
Sollte Ihre Hauptwohnung am Beschäftigungsort liegen, wird die zweite Wohnung als doppelte Haushaltsführung nicht anerkannt, sofern die Arbeitsstätte in zumutbarer Weise von der Hauptwohnung täglich erreicht werden kann. (BFH Urteil vom 16.11.2017).
Grenzgänger  · 29.03.2019
Ein Arbeitnehmer, der vor Auszahlung seiner Abfindung aus einem deutschen Arbeitsverhältnis in die Schweiz verzogenen ist, muss die Abfindung in dem Staat versteuern, in dem er zum Zeitpunkt der Auszahlung der Abfindung ansässig war.

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