Hört die Freundschaft bei Geld auf? Einige Tipps, damit gute Freunde gute Freunde bleiben.

Tipp 1: Handschlag ist nicht genug.

 

Mündlich geschlossene Verträge sind rechtlich »für die Katz«. Es gibt keinen Nachweis. Sollte man trotzdem keinen schriftlichen Vertrag schreiben wollen, ist die Mindestabsicherung, eine Überweisung per Bank mit einem Betreff »Darlehen«, also keine Bargeld- Übergabe. Diese Lösung ist dennoch problematisch, da steuerrechtlich ein Darlehen ohne einen schriftlichen Vertrag und ohne Vereinbarung über den marktüblichen Zins als Schenkung gilt. 

 

Tipp 2 Achtung, Finanzamt-Falle!

 

Darlehensverträge zwischen Freunden werden von der Steuerverwaltung nur anerkannt, wenn sie zivilrechtlich wirksam sind und einem Fremdvergleich standhalten, d. h., dass man keine steuerliche Anerkennung bei einem fehlenden schriftlichen Vertrag, bei sehr langer Laufzeit, fehlenden bzw. zu niedrigen Zinsen und fehlender Besicherung des Rückzahlungsanspruchs bekommt. Die Folge ist eine Schenkungssteuer.

 

Tipp 3 „Gib mir ein Paar Millionen!“ 

Bei grosseren Summen, bitte am besten einen Notar konsultieren. Genaue Darlehensverwendung, das Konto, auf das überwiesen wird, sowie die so genannte Sicherungsübereignung, zum Beispiel eine Gehaltsforderung, und ein Schuldanerkenntnis schriftlich fixieren.

 

Bevor du Geldgeschäfte tätigst, ist es eine gute Idee, sich bei einem Fachmann beraten zu lassen.

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