Ist mein Geld goldwert?

Die Frage, ob Geld, Gold, Aktien, Anleihen einander überlegen sind, wird seit langem kontrovers diskutiert. Gold hat in der aktuelle Krise richtig geglänzt, aber nur so lange bis die Zentralbanken ihre Gelddruckmaschinen zur Rettung der Wirtschaft in Gang gesetzt haben. Aus dem Bick der Geschichte war Gold ursprünglich ein Tauschmittel. Aus dem Gold entwickelte sich die Goldkernwährung, die das umlaufende Papiergeld zum Teil deckte, was später abgeschafft wurde, sodass das Papiergeld selbst mit dem Arbeitsaufwand nichts mehr zu tun hatte. Der Wert des Geldes kann nur indirekt aus dem Verhältnis der umlaufenden Geldmenge zu den produzierten Werten berechnet werden. Dabei verlor das Geld seinen ursprünglichen Zweck. Das Geld verselbständigte sich zu einem Selbstzweck.

 

Die besonderen Eigenschaften von Gold sind geblieben: Gold kann nicht gedruckt werden. Seine Vorräte sind begrenzt.  Gold ist von keiner Währungsreform oder der Umtauschaufforderung wie Geldscheine betroffen und kann in physischer Form gelagert werden.

 

Bei einer Anleihe hat man einen Anspruch auf die Einnahmen der entsprechenden Firma, bei einer Aktie einen Anspruch auf den Gewinn dieses Unternehmens. Es besteht ein Risiko, sofern der die erhoffte Gewinnausschüttung ausbleibt und der Wert der Aktie sinkt oder das Unternehmen in Konkurs geht.

 

Wenn das Risiko einer Krise steigt,  steigt der Wert von Gold an, weil es eine der sichersten Anlagen ist. Drucken die Zentralbanken das inflationäre Geld, liegt man mit dem Gold auf der sicheren Seite. Was ist während des Lock down  geschehen? Die Reaktion der Regierung in Industrieländern war Wumms. Die Finanzmärkte haben sich sehr schnell stabilisiert, sodass Gold weniger stark glänzt. Seine Vorzüge, obwohl mit einem weiteren Preisanstieg aktuell weniger zu rechnen ist, bleiben dennoch bestehen.