Steuern für Grenzgänger

Ist eine mit "Kollektivunterschrift zu zweien" im Schweizer Handelsregister eingetragene Person mit einem Lebensmittelpunkt in D zu dem sog. "leitenden Angestellten" nach DBA CH-D zugehörig? Ist im Hinblick auf Entstehungsgeschichte sowie Sinn und Zweck eine solche Eintragung dahingehend auszulegen, dass die Steuerbefreiung in D möglich ist?
Einst waren Grenzgänger und Grenzgängerinnen Personen, die höchstens 20 Kilometer von der Grenze entfernt wohnten und täglich zu ihrem Wohnort zurückkehrten. Ist der Grenzgänger Status noch sinnvoll?

Sollte Ihre Hauptwohnung am Beschäftigungsort liegen, wird die zweite Wohnung als doppelte Haushaltsführung nicht anerkannt, sofern die Arbeitsstätte in zumutbarer Weise von der Hauptwohnung täglich erreicht werden kann. (BFH Urteil vom 16.11.2017).
Ein Arbeitnehmer, der vor Auszahlung seiner Abfindung aus einem deutschen Arbeitsverhältnis in die Schweiz verzogenen ist, muss die Abfindung in dem Staat versteuern, in dem er zum Zeitpunkt der Auszahlung der Abfindung ansässig war.

Altersvorsorgeaufwendungen und Krankenversicherungsbeiträge von in einem EU-EWR Mitgliedstaat tätigen, aber in Deutschland wohnenden Arbeitnehmern, deren Arbeitslohn nach einem Doppelbesteuerungsabkommen von der deutschen Besteuerung freigestellt ist, sind vom Sonderausgabenabzug ausgenommen (EuGH, 22. Juni 2017)
# Diese sind in Deutschland nur steuerfrei, wenn die Spekulationsfrist von einem Jahr überschritten ist. Über die Steuerfreiheit entscheidet das Finanzamt, deswegen ist die genaue Dokumentation in der Steuererklärung in der Rubrik „Sonstige Einkünfte“ erforderlich. Spekulieren Sie unterhalb eines Jahres mit den Coins, muss der Gewinn versteuert werden. Die Freigrenze beträgt Euro 600. Verluste können verrrechnet werden. Die Gewinne aus den Mining- Geschäften werden i. d. R. als...

Geringere Steuerbelastung durch Zusammenveranlagung der Ehegatten - dies trifft bei den meisten zu. Der Bundesgerichtshof gab einem Ehegatten recht, der trotz Verweigerung seines Ehepartners, eine geringere Steuerbelastung durch die Zusammenveranlagung anklagte. Es bestehe nach Ansicht des Gerichts im Fall einer geringeren Steuerbelastung durch eine Zusammenveranlagung eine Verpflichtung zu dieser. Was ist aber, wenn ein Ehepartner, um den anderen „zu ärgern“, die Unterschrift verweigert?
Das schweizerische Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) ermöglicht Versicherten, den Erwerb ihres Wohneigentums mit ihrem Vorsorgeguthaben (z. B. Haus, Wohnung, Renovationen, Rückzahlung von Hypothekendarlehen) zu finanzieren.

Obligatorische Beiträge werden in Deutschland steuerlich als Vorsorgeaufwendungen abzogen. Beiträge ins Überobligatorium von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sind hingegen und im Gegensatz zur Schweiz steuerlich nicht abzugsfähig und sind als Bestandteil des Lohns in Deutschland zu versteuern.
Es empfiehlt sich, eine Anpassungsrechnung des schweizerischen Lohns an den deutschen im Rahmen Ihrer Steuererklärung zu erstellen. Sie können vom Finanzamt die Herabsetzung Ihrer Steuern auf den zu hoch angesetzten Lohn verlangen (Urteil Az.: 4 K 1838/14).

Mehr anzeigen