Ausblick Steuerrecht Deutschland

Nachdem das Finanzgericht Baden-Württemberg die Erlöse aus der Managementbeteiligung eines Steuerpflichtigen zu keiner Einkünftsart zuordnen konnte, blieben die Veräußerungserlöse steuerfrei (BFH-Az: VI B 99/17)
Nach neuer Entscheidung des BFH sind die Aufwendungen einer empfängnisunfähigen (unfruchtbaren) Frau für eine heterologe künstliche Befruchtung durch In-vitro-Fertilisation als Krankheitskosten und somit als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen (BFH, Presse v. 03.01.18, Urteil vom 5.10.2017 - VI R 47/15).

Straffreiheit ist nicht möglich bei einer Steuerhinterziehung von mehr als 25.000 € pro Tat.
Der deutsche Bundesfinanzhof (BFH) entschied: Die Kosten für eine im Ausland durchgeführte künstliche Befruchtung sind in Deutschland aufgrund der Strafbarkeit der Durchführung einer solchen Maßnahme nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz steuerlich nicht abzugsfähig (vgl. BFH VI R 20/15). Die Kosten der Voruntersuchungen sind abzugsfähig.

st Ihr Kinder noch minderjährig bzw. in der Ausbildung, besteht die Unterhaltspflicht nicht nur aus finanziellen Mitteln, sondern aus der Betreuung, Fürsorge und Erziehung. Mit der Volljährigkeit werden Kinder erwachsen. Sie benötigen keine Erziehung und Betreuung, wohl aber Ihr Geld, sog. „Barunterhalt“, den Sie leisten müssen.
Wer sich ein reines Elektrofahrzeug in Deutschland neu zulegt, wird zehn Jahre für bestimmte Modelle von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.

Urteil vom FG Hessen: Die Aufwendungen für die Sanierung einer seit über 100 Jahren bestehenden Familiengrabstätte können außergewöhnliche Belastungen darstellen, nur wenn die Gemeinde die Instandsetzung verbindlich und verpflichtend angeordnet habe.
Letzter Anker, bei dem die Berichtigung jederzeit möglich ist, stellt der Änderungsantrag (§ 129 AO). Die Finanzämter dürfen Schreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten, die beim Erlass eines Verwaltungsakts ihnen unterlaufen, berichtigen.

Neue Regelung: Keine Belege und/oder Aufstellungen sind dem Finanzamt vorzulegen und nur noch auf Anforderung beim Fiskus nachzureichen. Eine Ausnahme gilt für die erstmalig geltend gemachten Aufwendungen.
Der Fiskus verlangt 6 % bei Steuernachzahlung, als hätte es die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank nie gegeben. Ist es vorauszusehen, dass der Steuerbescheid nicht vor Beginn des Zinslaufs ergehen wird, könnte ein Antrag auf Festsetzung von nachträglichen Vorauszahlungen bis Ende März des 2. Folgejahres gestellt werden, damit keine Zinsen entstehen.

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