Es besteht eine theoretische Möglichkeit einer Besteuerung der Einkommen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie aller Rentnerinnen und Rentner an der Quelle in der Schweiz. Gegenwärtig sind nur Personen mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz (Ausländerinnen und Ausländer mit Aufenthaltsgenehmigung B, Grenzgängerinnen und Grenzgänger, Künstlerinnen und Künstler, Vortragsreisende usw.) quellensteuerpflichtig.
Einst waren Grenzgänger und Grenzgängerinnen Personen, die höchstens 20 Kilometer von der Grenze entfernt wohnten und täglich zu ihrem Wohnort zurückkehrten. Ist der Grenzgänger Status noch sinnvoll?

Steuernews für Ärzte · 30.03.2019
Spitäler gründen Gesundheitszentren und profitieren vom sog. Zuweisermanagement. Finanzstarke selbstzahlende Medizintouristen werden aktiv aus dem Ausland angeworben und einer privilegierten Behandlung zugeführt.
Erfahren und Legen Erben von unversteuerten Einkünften und Vermögen die Steuerhinterziehung des Erblassers in der Schweiz unverzüglich offen, könnten sie in den Genuss einer vereinfachten Nachbesteuerung kommen. Dies hat den Vorteil, dass Nachsteuern für maximal drei Jahre bezahlt werden müssen.

Nachdem das Finanzgericht Baden-Württemberg die Erlöse aus der Managementbeteiligung eines Steuerpflichtigen zu keiner Einkünftsart zuordnen konnte, blieben die Veräußerungserlöse steuerfrei (BFH-Az: VI B 99/17)
Sollte Ihre Hauptwohnung am Beschäftigungsort liegen, wird die zweite Wohnung als doppelte Haushaltsführung nicht anerkannt, sofern die Arbeitsstätte in zumutbarer Weise von der Hauptwohnung täglich erreicht werden kann. (BFH Urteil vom 16.11.2017).

Straffreiheit ist nicht möglich bei einer Steuerhinterziehung von mehr als 25.000 € pro Tat.
Eine Selbstanzeige ist strafbefreiend nur dann wirksam, wenn sie im Vorfeld beim Finanzamt eingereicht wurde, vollständig ist sowie die hinterzogenen Steuern, Zinsen und Strafzuschläge innerhalb einer Frist vollständig bezahlt werden.

Ein Arbeitnehmer, der vor Auszahlung seiner Abfindung aus einem deutschen Arbeitsverhältnis in die Schweiz verzogenen ist, muss die Abfindung in dem Staat versteuern, in dem er zum Zeitpunkt der Auszahlung der Abfindung ansässig war.
Der deutsche Bundesfinanzhof (BFH) entschied: Die Kosten für eine im Ausland durchgeführte künstliche Befruchtung sind in Deutschland aufgrund der Strafbarkeit der Durchführung einer solchen Maßnahme nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz steuerlich nicht abzugsfähig (vgl. BFH VI R 20/15). Die Kosten der Voruntersuchungen sind abzugsfähig.

Mehr anzeigen